Optimale Kartongröße für Amazon FBA: Logistikkosten senken

Maximieren Sie Ihren Gewinn durch die optimale Kartongröße. Erfahren Sie, wie Sie Inbound- und Lagerkosten bei Amazon FBA effektiv senken. Inklusive Online-Rechner.

Optimale Kartongröße für Amazon FBA: Logistikkosten senken

Wussten Sie, dass ungenutzter Raum in Ihren Exportkartons Ihren Gewinn buchstäblich auffrisst? Die Exportkartons, die Ihre Hersteller befüllen, sind weit mehr als nur Transportbehälter – sie sind ein entscheidender Hebel für Ihre Profitabilität. Bevor diese Kartons im Amazon-Lager oder Ihrem Zwischenlager eintreffen, entscheiden ihre Maße und Füllmengen bereits über einen signifikanten Teil Ihrer Gesamtkosten. Eine strategische Optimierung der Kartongröße kann Ihre Deckungsbeiträge direkt verbessern und Ihr Unternehmen nachhaltig profitabler machen.

Standard Karton 5 Einheiten Hohe Stückkosten Optimierung Optimierter Karton 10 Einheiten Halbierte Stückkosten* *für kartonbasierte Gebühren

Dabei gibt es verschiedene Kostenpositionen innerhalb Ihrer Produktstückkosten, die durch die Größe und damit die Füllmenge Ihrer Exportkartons direkt beeinflusst werden.

Die Annahme-, Bereitstellungs-, Etikettierungs-, Zwischenlagerungs- und Inboundkosten

Zu den beeinflussbaren Kosten zählen alle Positionen, die auf Basis des Exportkartons berechnet werden. Das können – je nach Zwischenlagernutzung und Logistiker – folgende Posten sein:

  • Warenannahme am Zwischenlager
  • Bereitstellung und Etikettierung am Zwischenlager
  • Zwischenlagergebühr selbst

Viele Logistiker nutzen hier Abrechnungsmodelle auf Kartonbasis. Informieren Sie sich dazu am besten einmal direkt bei Ihrem Zwischenlager-Anbieter.

Die Stückkosten ergeben sich mathematisch aus den Kartonkosten geteilt durch die Anzahl der Produkte innerhalb eines Kartons. Werden Ihre Kartons mit mehr Einheiten befüllt, sinken damit automatisch Ihre Stückkosten, weil mit der höheren Kartonbestückung der Nenner in der Gleichung größer wird. Dadurch wird dem einzelnen Produkt ein geringerer Anteil der fixen Kartonkosten zugerechnet. Oder umgekehrt formuliert: Sie benötigen für die gleiche Menge an Produkten eine geringere Anzahl an Exportkartons und haben durch die eingesparten Kartons weniger Gesamtkosten.

Die Formel für Ihre Stückkosten:

\[ \text{Kosten pro Stück} = \frac{\text{Gesamtkosten pro Karton}}{\text{Anzahl Einheiten im Karton}} \]

Steigt die Anzahl der Einheiten, sinken die Kosten pro Stück proportional.

Aber selbst ohne Zwischenlagernutzung oder bei einem Logistiker, der nach Palette oder Volumen abrechnet, gibt es Kostenvorteile mit größeren Exportkartons: Die sogenannte Inboundgebühr. Dies ist die Gebühr, die Sie an Amazon für die Versandetiketten Ihrer Einsendungen bezahlen. Bei Kartonsendungen über DHL richtet sich diese strikt nach der Anzahl der Kartons. Hier liegt üblicherweise auch das größte Einsparpotenzial der meisten Händler.

Bei Kartonsendungen über DHL, die Sie im Amazon Seller Central beauftragen und für die Sie dort die Etiketten drucken, berechnet Amazon aktuell eine Gebühr von ca. 3,31€ pro eingesendetem Karton (Stand: Standard DHL-Paket via Amazon Partnerprogramm). Diese Gebühr wird, genauso wie die Zwischenlagerkosten, mit zunehmender Kartonbestückung mit einem kleineren Anteil auf Ihre Einzelprodukte verrechnet.

Das Einsparpotenzial berechnen

Wie groß die eingesparten Kosten dabei tatsächlich sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen neben der aktuellen Auslastung der Kartons auch die Abrechnungskonditionen Ihres Logistikers, Ihre Einsendemethode und Ihre Einsende- und Bestellmengen relativ zu Ihrem Absatz.

Stellen wir uns beispielhaft einen Händler mit zehn Produkten im Sortiment vor. Jedes dieser Produkte hat eine Kartonbestückung von 5 Einheiten, einen Tagesabsatz von 20 Einheiten und der Händler nutzt ein Zwischenlager, das Gebühren auf Basis der Kartonanzahl berechnet. Ein Karton kostet ihn dabei durchschnittlich:

  • 2,50€ an Zwischenlagergebühren
  • 0,75€ an Wareneingangsgebühren
  • 0,80€ an Bereitstellungs- und Etikettierungsgebühren
  • 3,31€ an Inboundgebühren

Ein Karton kommt damit in Summe auf 7,36€. Bei einer Kartonbestückung von 5 Einheiten entspricht das einem Anteil von 1,47€ pro Einheit.

Vergrößert der Händler nun seine Kartons auf 10 Einheiten pro Karton, trägt jede Einheit jetzt nur noch die Hälfte, also 0,74€ dieser Kosten. Bei 10 Produkten mit einem jeweiligen Tagesabsatz von 20 Einheiten entspricht das einem Einsparpotenzial von:

0,74€ (Ersparnis/Stk) * 10 Produkte * 20 Einheiten/Tag * 30 Tage = 4.400€ pro Monat.

Karton-Einsparungs-Rechner

Berechnen Sie Ihr persönliches Einsparpotenzial durch Kartonoptimierung.

Summe aus Inbound, Lager, Handling etc.

Ein ziemlich solides Ergebnis, wenn man bedenkt, dass für eine Kartonvergrößerung in der Regel eine kurze E-Mail an Ihren Hersteller ausreicht.

Die Grenzen der Kartonmaximierung und wie man Kartons vergrößern kann

Natürlich können Sie Ihre Kartons nicht unbegrenzt vergrößern. Je nach Verhältnis aus Volumen und Gewicht Ihrer Produkte werden Sie irgendwann entweder an die Grenzen der zulässigen Maße oder des zulässigen Gewichts pro Karton durch Amazon, Transportdienstleister oder Hersteller stoßen.

Beispielsweise begrenzt Amazon Kartonsendungen in den meisten Fällen auf eine Kantenlänge von 63,5 cm und ein Gewicht von 23 kg. Das Innenmaß der Kartons muss dabei spezifischen Standards entsprechen. Für detaillierte Informationen zu den aktuellen Anforderungen empfehlen wir einen Blick in die offiziellen Versand- und Anlieferbedingungen von Amazon.

Transporteur oder Hersteller haben hier gegebenenfalls noch strengere Vorgaben oder Ihr Hersteller hat möglicherweise sowieso nur eine begrenzte Auswahl an Kartongrößen. Hier liegt es an Ihnen, in Abstimmung mit allen Stellen den Engpass zu ermitteln und Ihre Kartongrößen so ans erlaubte Maximum heranzuführen. Die Kartons sollten idealerweise gemäß dem FEFCO-System klassifiziert werden, um standardisierte und sichere Verpackungen für den Versand und Export zu gewährleisten.

Ergebnis und häufige Fehler

Wie Sie sehen, können kleine Veränderungen in Ihrem Importprozess große Auswirkungen auf Ihre gesamte Profitabilität haben. Ein durchschnittlicher Händler hat hier durch gezielte Steuerung häufig schon enorme Einsparpotenziale und kann seine Deckungsbeiträge und damit sein Ergebnis beträchtlich verbessern. Ein Blick auf Ihre aktuellen Kartongrößen lohnt sich definitiv.

Checkliste: Karton-Optimierung 1 Aktuelle Karton-Kosten ermitteln (Inbound, Lager, etc.) 2 Maximale Maße prüfen (Amazon: 63,5cm / 23kg) 3 Hersteller kontaktieren & neue Füllmenge anfragen 4 Ersparnis mit unserem Rechner kalkulieren 5 Bestellung mit optimierten Kartons auslösen Profitabilität steigern

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