Trading Journal Excel (Deutsch): Vorlage, Spalten & Formeln

Trading Journal Excel (Deutsch): sinnvolle Spalten, Formeln und Auswertungen für bessere Trades – plus Mini-Rechner für Expectancy, Profit-Faktor und Break-even.

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So baust du ein Trading Journal in Excel auf: sinnvolle Spalten, Formeln, Auswertungen und ein Rechner für Erwartungswert & Profit-Faktor. trading-journal-excel-deutsch

Ein Trading Journal in Excel (Deutsch) ist oft der schnellste Weg, um aus „gefühlt gut“ messbar besser zu werden: Du erkennst Muster, wiederholst funktionierende Setups und stoppst teure Fehler früh. Excel ist dafür ideal, weil du die Struktur selbst bestimmst und Auswertungen (Pivot, Diagramme) direkt daneben bauen kannst. In diesem Beitrag bekommst du eine praxistaugliche Vorlage-Struktur, die wichtigsten Spalten, bewährte Excel-Formeln und eine kleine Kennzahlen-Auswertung.

Hinweis: Keine Anlageberatung. Trading ist riskant; dokumentiere realistisch und prüfe deine Risiken konsequent.

Trading Journal in Excel: Workflow von Trade zu Review Prozessgrafik: Planen, Handeln, Eintragen, Auswerten, Anpassen. Trading Journal in Excel (Deutsch) – der praktische Workflow Eintragen ist nicht das Ziel – das Ziel ist: Feedback-Schleifen, klare Kennzahlen und bessere Entscheidungen. SCHRITT 1 Plan & Setup • Markt/Asset • Setup-Regeln • Risiko/Stop SCHRITT 2 Ausführung • Entry/Exit • Fees/Slippage • Trade-Notizen SCHRITT 3 Eintragen (Excel) • Pflicht-Spalten • Formeln (P&L, R) • Screenshots/Links SCHRITT 4 Review & Regeln • Trefferquote & EV • Fehler-Cluster • Anpassungen testen Excel-Journal = Daten + Kontext Wenn du nur P&L speicherst, fehlt das „Warum“. Ergänze Setup, Regelbruch, Marktphase und Emotionen – dann wird das Journal ein Lernsystem. Tipp: Tabellenformat + Datenvalidierung Tipp: Pivot-Reports pro Setup Tipp: Equity-Kurve & Drawdown tracken
Die Journal-Routine funktioniert am besten als fester Ablauf: dokumentieren → auswerten → eine Sache verbessern → erneut messen.

Was ein Trading Journal in Excel leisten sollte (und was nicht)

Das Ziel ist nicht, jede Kleinigkeit zu speichern – sondern entscheidungsrelevante Daten konsistent zu erfassen. Ein gutes Excel-Journal beantwortet dir z. B.:

  • Welche Setups funktionieren wirklich (nicht nur „gefühlt“)?
  • Verlierst du Geld wegen Marktbedingungen oder wegen Regelbrüchen?
  • Wie stabil sind deine Ergebnisse (z. B. über Monate/Quartale)?
  • Welche Kennzahlen verbessern sich, wenn du nur eine Änderung testest?

Nicht sinnvoll ist ein Journal, das dich nach jedem Trade 10 Minuten in Administration zieht. Plane daher bewusst: Pflichtfelder vs. Nice-to-have.

Excel-Setup: Blattstruktur, die sich bewährt

Empfohlene Arbeitsblätter

  1. Trades (Haupttabelle): jede Zeile = ein Trade (oder ein geschlossenes Teil-Trade-Paket).
  2. Listen: Dropdown-Werte (Setups, Assets, Fehlercodes, Marktphase).
  3. Dashboard: Pivot-Tabellen, Diagramme, KPIs, Equity-Kurve.

Pro-Tipp: Excel-Tabellenformat nutzen

Markiere die Trade-Tabelle und nutze Als Tabelle formatieren. Vorteil: strukturierte Verweise (z. B. [@Entry]), automatische Ausdehnung und bessere Pivot-Quellen.

Trading Journal Excel: Pflicht-Spalten (deutsche Vorlage)

Die folgende Struktur ist bewusst schlank, aber auswertbar. Du kannst sie 1:1 als Spaltenüberschriften in Excel übernehmen.

Minimal-Set (damit Auswertung möglich ist):

  • Datum, Uhrzeit
  • Asset/Symbol, Markt (z. B. Aktie, Forex, Krypto)
  • Richtung (Long/Short)
  • Setup/Strategie
  • Entry, Stop, Exit
  • Positionsgröße, Gebühren
  • Gewinn/Verlust (€) und/oder R-Multiple
  • Regel eingehalten? (Ja/Nein) + Fehlercode

Beispiel: Spaltenliste mit kurzer Erklärung

Spalte Wozu? Beispiel
Datum Zeitliche Auswertung (Monate/Wochentage). 20.01.2026
Symbol Welche Märkte funktionieren für dich? DAX, EURUSD, AAPL
Richtung Long/Short getrennt auswerten. Long
Setup Wichtigster Hebel: pro Setup messen. Breakout, Pullback
Entry / Stop / Exit Basis für Risiko, P&L, R-Multiple. Entry 100 / Stop 98 / Exit 104
Positionsgröße P&L in € korrekt berechnen. 50 Stück
Gebühren Viele Journale unterschätzen Fees/Slippage. 2,50 €
Regel eingehalten? Unterscheidet „System“ von „Disziplin“. Ja

Wenn du mit stark gehebelten Produkten handelst (z. B. CFDs), lies die regulatorischen Risikohinweise, um dein Risikomanagement realistisch einzuordnen: BaFin-Informationen zu CFDs und Verlustrisiken.

Excel-Formeln für P&L, Risiko und R-Multiple (Deutsch)

Die konkreten Formeln hängen davon ab, ob du Long oder Short tradest. Am einfachsten ist es, die Richtung in einer Spalte Richtung zu speichern und mit WENN() zu arbeiten.

1) Gewinn/Verlust (P&L) in € (vereinfachtes Beispiel)

Spaltenannahmen (Tabellenformat): Entry, Exit, Positionsgröße, Gebühren, Richtung.

=WENN([@Richtung]="Long"; ([@Exit]-[@Entry])*[@Positionsgröße]-[@Gebühren]; ([@Entry]-[@Exit])*[@Positionsgröße]-[@Gebühren]
)

2) Risiko pro Trade in €

Das Journal wird deutlich besser, wenn du pro Trade einheitlich ein definiertes Risiko dokumentierst. Eine einfache Näherung:

=ABS([@Entry]-[@Stop])*[@Positionsgröße]

Optional addierst du Gebühren/Slippage, wenn du es konservativer willst.

3) R-Multiple (P&L relativ zum Risiko)

R-Multiples machen Trades vergleichbar – unabhängig von Kontogröße oder Positionsgröße.

=[@P&L_EUR]/[@Risiko_EUR]

Wichtige Kennzahl: Erwartungswert (Expectancy) pro Trade

Was diese Formel repräsentiert:

Der Erwartungswert (Expectancy) beschreibt, wie viel du im Mittel pro Trade gewinnst oder verlierst – basierend auf Trefferquote und durchschnittlichem Gewinn/Verlust.

Formel zur Berechnung:

\[ E = p \cdot W - (1 - p) \cdot L \]

Erklärung der Bestandteile:

  • E: Erwartungswert pro Trade (in € oder in R – je nachdem, wie du W und L definierst)
  • p: Trefferquote (zwischen 0 und 1)
  • W: durchschnittlicher Gewinn pro Gewinner-Trade
  • L: durchschnittlicher Verlust pro Verlierer-Trade (als positiver Betrag)

Hinweis: Das Journal wird besonders aussagekräftig, wenn du W und L in R führst (z. B. +1,2R / −0,8R). Dann siehst du, ob dein System unabhängig von Positionsgrößen einen Vorteil hat.

Mini-Rechner: Expectancy, Profit-Faktor & Break-even

Du kannst die folgenden Kennzahlen direkt aus deinem Excel-Journal ableiten. Wenn du sie kurz gegenprüfen willst, nutze den Rechner. Gib die Werte entweder in € oder in R ein – aber bleib konsistent.

Kennzahlen aus deinem Trading Journal

Beispiel: 45 bedeutet 45% Gewinner-Trades.

Als positiver Wert (z. B. 1,4R).

Als positiver Betrag (z. B. 1,0R).

Je größer die Stichprobe, desto belastbarer die Aussage.

Expectancy pro Trade

Profit-Faktor (PF)

Break-even Trefferquote

Interpretation: Expectancy > 0 bedeutet statistischer Vorteil. PF > 1 ist grundsätzlich positiv, aber Varianz und Drawdown bleiben entscheidend.

Auswertung in Excel: Dashboard-Ideen, die wirklich helfen

1) Pivot-Report pro Setup

  • Zeilen: Setup
  • Werte: Anzahl Trades, Summe P&L, Durchschnitt R, Trefferquote (als berechnetes Feld oder extra Kennzahl)
  • Filter: Zeitraum, Asset, Long/Short, „Regel eingehalten?“

2) Equity-Kurve + Drawdown

Lege eine Spalte Kontostand/EQ an, die kumuliert: =VORHERIGE_EQ + [@P&L_EUR]. Daraus kannst du eine Equity-Kurve erstellen. Für Drawdown brauchst du zusätzlich ein laufendes Hoch (Running Max) – das ist ein eigener Mini-Block, lohnt sich aber.

3) Fehleranalyse statt „mehr Trades“

Wenn du „Regel eingehalten?“ und einen Fehlercode erfasst (z. B. zu früh raus, kein Stop, Overtrading), kannst du schnell sehen, was dich wirklich Geld kostet. Genau das ist der Vorteil eines Journals gegenüber reinen Broker-Statements.

Kurz-Zusammenfassung: So sieht ein gutes Excel-Trading-Journal aus

Trading Journal Excel – Überblick Vier Bausteine: Struktur, Datenqualität, Kennzahlen, Routine. Trading Journal Excel (Deutsch) – die 4 Bausteine Wenn du diese vier Punkte sauber umsetzt, bekommst du aussagekräftige Daten statt „Rauschen“. 1) Struktur (Blätter & Spalten) • Trades als Tabelle • Dropdown-Listen • Dashboard mit Pivot 2) Datenqualität • Entry/Stop/Exit • Fees & Slippage • Regelbruch markieren 3) Kennzahlen • R-Multiple • Trefferquote, Expectancy • Equity & Drawdown 4) Routine • Nach jedem Trade: 2 Min • Wöchentlich: Review • 1 Änderung testen Merksatz: Dokumentieren ohne Review ist Archivieren – Review ohne Regeln ist Meinung.
Wenn du nur eine Sache verbesserst: Trenne System-Performance von Disziplin (Regel eingehalten: Ja/Nein) – das macht deine Auswertung deutlich klarer.

Typische Fehler in Excel-Trading-Journals (und wie du sie vermeidest)

  • Zu viele Felder: Du pflegst das Journal nicht mehr regelmäßig. Lösung: Pflichtfelder + optionaler „Notizen“-Block.
  • Keine Datenvalidierung: Schreibweisen variieren (z. B. „breakout“, „Break Out“, „BO“) und Pivot-Auswertungen werden unbrauchbar. Lösung: Dropdowns.
  • P&L ohne Kontext: Du weißt nicht, warum du gewinnst/verlierst. Lösung: Setup, Marktphase, Regelbruch, Screenshot-Link.
  • Kein Risiko pro Trade: Ergebnisse sind schwer vergleichbar. Lösung: Risiko in € oder R konsequent erfassen.

Gerade bei gehebelten Produkten hilft es, die Risiken nüchtern einzuordnen (und im Journal zu berücksichtigen), z. B. über diese ESMA-Erklärung: ESMA Investor Corner: What are CFDs?

FAQ: Trading Journal Excel (Deutsch)

Gibt es eine kostenlose Trading Journal Excel Vorlage auf Deutsch?

Ja – du kannst dir mit den oben genannten Pflicht-Spalten in wenigen Minuten eine eigene Vorlage bauen. Der Vorteil: Du passt Setups, Fehlercodes und Kennzahlen an deinen Trading-Stil an.

Sollte ich P&L in € oder in R dokumentieren?

Am besten beides: für die Realität (Kontostand) und R für die Vergleichbarkeit zwischen Trades. Wenn du nur eine Variante willst, nimm R – das fokussiert dich auf Risiko statt auf Positionsgröße.

Wie oft sollte ich mein Journal auswerten?

Kurz nach jedem Trade (2–3 Minuten) und ein wöchentliches Review (30–60 Minuten). Monatlich/Quartalsweise lohnt sich zusätzlich ein Setup-Report.

Was ist die wichtigste Kennzahl?

Praktisch bewährt: Expectancy (Erwartungswert) zusammen mit Drawdown und „Regel eingehalten?“. Viele Systeme sehen gut aus, bis du Regelbrüche herausrechnest.

Fazit: Dein Excel-Journal als Lernmaschine

Ein gutes Trading Journal in Excel (Deutsch) besteht aus: sauberer Tabelle, klaren Dropdowns, wenigen aber starken Kennzahlen (R, Trefferquote, Expectancy) und einer festen Review-Routine. Wenn du es so aufsetzt, kannst du nach wenigen Wochen konkret sagen, welche Setups tragen – und welche Fehler du abstellst, um sofort Geld zu sparen.

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